Money Maker | Hold Fast

Das Problem

Der Traugottesdienst ist vorbei, auf der Kamera das 50mm, mit dem du die Ringübergabe fotografiert hast. Das Brautpaar zieht aus der Kirche aus. Jetzt noch schnell auf die kurze Brennweite wechseln. Aber das Objektiv ist nicht griffbereit. Für einen Moment überlegst du, wie weit der Weg zum Fotorucksack ist und wie viel Zeit du für den Wechsel des Objektivs brauchst. Zu viel Zeit ist die Antwort. Also fotografierst du den Auszug notgedrungen mit der Brennweite, die gerade parat ist anstatt die optimalere Variante zu nutzen. Reportagefotografen kennen das Problem mit den Momenten, die innerhalb kürzester Zeit vorbei sind und auf die sofort reagiert werden muss. Ich hatte auch lange das Gefühl, zu langsam zu sein und Situationen nicht so fotografieren zu können, wie ich es gern wollte.

Die Lösung

Durch meinen damaligen Ausbilder und heutigen Kollegen, Kai Pohlkamp,  bin ich auf eine Lösung gekommen, die ich rückblickend als die beste Investition des letzten Jahres bezeichnen würde. Der „Moneymaker“ von Holdfast Gear aus den USA schafft es, das Problem mit der Griffbereitschaft seines Equipments zu lösen.

Die Vorteile

Du hast die Möglichkeit, deine Erst,- und Zweitkamera links und rechts an den Gurten zu befestigen. So wird die Option geschaffen, unterschiedliche Brennweiten an den Kameras sofort nutzen zu können. Ich entschiede mich in den meisten Fällen für eine Normal,- und eine kurze Brennweite. So habe ich das Gefühl, für alle Situationen gewappnet zu sein. Welche Brennweiten du gern nutzt und bei dir tragen möchtest, ist aber natürlich dir überlassen.

Außer der beiden Befestigungen für die Kameras kann dem Moneymaker zusätzlicher „Stauraum“ hinzugefügt werden. An Metallringen links und rechts auf Brusthöhe kannst du beispielsweise kleine Taschen oder Ähnliches befestigen, in denen Akkus oder Speicherkarten parat liegen. Ich selbst nutze diese Möglichkeit bisher noch nicht, habe aber schon oft darüber nachgedacht.Bezüglich der Metallringe sollten sich gerade Frauen überlegen ob sie diese Option wirklich nutzen werden. Wenn ihr den Moneymaker mit den Ringen bestellt und gern mit offenen Haaren fotografiert ist das leider eine Mischung, die sich nicht verträgt. Bei langen Haaren dauert es keine fünf Minuten, bis sich einzelne Strähnen in den Ringen verfangen. Auf dieses Problem weist Holdfast Gear auf seiner Seite hin. Ich habe den Ratschlag ignoriert und fotografiere seitdem fast ausschließlich mit geschlossenen Haare. Falls ihr die Ringe also nicht braucht macht es besser als ich und verzichtet darauf.
Den Moneymaker gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mit breiten und schmalen Gurten, aus Leder in unterschiedlichen Farben oder aus Stoff. Auch die Größen sind variabel. Ich selbst habe einen Faible für rustikale Dinge und mich daher für die Ledervariante mit breiteren Gurten entschieden. Da ich allerdings sehr klein (1,64m) und schmal bin, habe ich meinen Moneymaker in Größe S bestellt. Hast du aber das Glück groß gewachsen zu sein, passt dir vielleicht Größe M besser. Vor der Anschaffung habe ich oft überlegt, ob diese Variante der Kamerahalterung auch als Frau zu Kleid oder Rock passt. Meine persönliche Meinung ist: Auf jeden Fall! Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass der Moneymaker dem Outfit oft das gewisse Extra verleiht.

Fazit

Natürlich gibt es auf dem Markt unzählige weitere Varianten, sein Equipment mit sich zu tragen. Unterschiedliche Kameragürtel oder Shootsacks bieten ebenfalls tolle Möglichkeiten. Du musst also für dich entschieden, was am besten zu dir passt. Ein kleiner Nachteil beim Kauf des Moneymakers besteht in den Anschaffungskosten. Günstig ist der Gurt allein durch das Leder und die Handanfertigung ohnehin nicht. Hinzu kommen die Shippingkosten aus den USA nach Europa sowie die Gebühren für den Zoll. Insgesamt hat mich mein Exemplar rund 350 Euro gekostet. Eine Menge Geld, die sich in meinen Augen aber durchaus bezahlt macht.